Radtourismus

St. Paul wird zum Rad-Kompetenzzentrum Lavanttal

(c) Rene Ellensohn

Arbeitsgruppe des LEADER-Projektes "Rad-Kompetenzzentrum Lavanttal" | Foto: Rene Ellensohn

St. Paul im Lavanttal liegt am Lavantradweg, mit Anschluss an verschiedene Radwege in der Region - zum Mountainbiken und Genussradfahren. Im Rahmen eines groß angelegten Projekts wird der Radtourismus nun verstärkt ins Zentrum der touristischen Ausrichtung gerückt.

St. Paul im Lavanttal. Die Marktgemeinde St. Paul im Lavanttal liegt direkt am Lavantradweg und hat über diesen Anschluss an verschiedene Radwege in der Region sowie in den Nachbarregionen Südkärnten-Klopeiner See und Slowenien. Was bisher für die touristische Nutzung der ausgezeichneten Lage gefehlt hat, wird nun im Rahmen eines Projektes mit fachlichem Know-How und nutzbarer Infrastruktur geschaffen. Als Projektträger fungiert die Marktgemeinde St. Paul, gemeinsam mit einer eigens installierten Arbeitsgruppe unter der Leitung von Werner Ellersdorfer.
Diese "Rad-Kompetenz" wird zum einen visuell im Gemeindegebiet sichtbar gemacht, zum anderen werden attraktive und innovative Angebote für Touristen, wie Touren, Nächtigungsmöglichkeiten und Infrastruktur, geschaffen. Die Fokussierung wird kurzfristig auf dem Bereich Tagestourismus liegen, mittelfristig ist auch ein Augenmerk auf den Bereich Nächtigungen geplant.
Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf 180.000 Euro. Davon stammen 100.000 Euro an Fördergeldern aus LEADER, einer Gemeinschaftsinitiative der Europäischen Union, kofinanziert durch EU, Bund und Länder. Gefördert werden innovative Strategien, die den ländlichen Raum in seiner Entwicklung unterstützen.
Erste Maßnahmen werden bereits im Sommer 2017 im Gemeindegebiet sichtbar sein. Die Umsetzung aller Teilbereiche ist im Sommer 2019 projektiert.

Rad-Infopoint mit Rast- und Ruhebereich
Der Lobisserplatz als zentraler Punkt der Gemeinde wird das Herz des radtouristischen Angebotes symbolisieren. Der Platz wird einerseits als Rad-Infopoint dienen, andererseits als Rast- und Ruhebereich. Der Platz soll einladen zum Verweilen und sich mit den neuen Attraktionen, wie einem Pumptrack für Kinder, und den bestehenden Infrastrukturen des Ortes beschäftigen und gleichzeitig durch eine zeitgemäße innovative Gestaltung die Tourismusstrategie des Landes unterstreichen: inne halten, den Tag genießen, Lust am Leben entdecken! Geplant sind hier ein Radabstellsystem, eine Stromtankstelle sowie eine Reparatursäule für Fahrräder. Mit Webcam und WLAN wird das Angebot ergänzt.

Erster Rad-Bus-Terminal Österreichs
Ein Teil des Bahnhofvorplatzes, der zentral im Ort liegt, wird als Rad-Bus-Terminal markiert. Dazu wird eine Fläche ausgewiesen, wo ein Bus mit Radanhänger Fahrräder und Personen auf- und abladen kann. Der Platz wird auch entsprechend optisch gestaltet und mit der notwendigen Infrastruktur versehen. Das Thema Kompetenz für Radtourismus soll im gesamten Gemeindegebiet sichtbar und erlebbar sein – sowohl für Radgäste wie auch für Gäste, die die Gemeinde nicht explizit zum Radfahren besuchen. Das im Rahmen des Projekts erarbeitete optische Erscheinungsbild (Corporate Design) soll hier als Grundlage für die Umsetzung dienen.

Die touristische Produktentwicklung umfasst zudem die Schaffung radfreundlicher Basis-Infrastruktur, radtouristische Tagesprodukte in der Region (einschließlich Südkärnten und Slowenien) unter Einbeziehung der regionalen Besonderheiten wie Kulinarik und Kultur sowie Begleitinfrastruktur im Bereich Logistik (Shuttle, Rad-Verleih- und Rückgabestellen, Reparaturnetzwerk). Im ersten Schritt wird hierfür ein Vermarktungs- und Vertriebskonzept erstellt. Im nächsten Schritt soll auch ein Konzept für innovativen Nächtigungstourismus erstellt werden.

Hotelbetten für St. Paul
Nachdem der Landgasthof Loigge im Herzen von St. Paul nun fast fünf Jahre lang leer gestanden ist, öffnet der Traditionsbetrieb im Herbst 2017 wieder seine Tore. Unter dem Namen „Landhotel Freitag“ wird Eva Freitag ihr Frühstückhotel unter anderem auch auf Rad-Urlauber ausrichten.

Arbeitskreis „Rad-Kompetenzzentrum Lavanttal“:
Bgm. Ing. Hermann Primus
AL Mag. Alexandra Lipovsek
Werner Ellersdorfer
2. Vzbgm. Adolf Streit
GV Marco Furian
GR Ing. Andreas Töfferl
GR Ing. Hermann Grundnig
GR Mag. Karl Schwabe
Arch. Mag. Josef Klingbacher

EU-LEADER Logoleiste

 

 

Radtourismusprojekt wurde präsentiert

(c) Markus Monsberger

Mitglieder der Arbeitsgruppe mit Mag. Claudia Tscherne (Agentur Weitblick) | Foto: Markus Monsberger

Ende April fiel der offizielle Startschuss für das EU-LEADER Projekt „Rad-Kompetenzzentrum Lavanttal“. Bürgermeister Ing. Hermann Primus konnte gemeinsam mit den Mitgliedern der Arbeitsgruppe zahlreiche Interessierte im Rathaussaal der Marktgemeinde begrüßen. Fachlich begleitet wird das Projekt von der „Agentur Weitblick“ mit Mag. Claudia Tscherne, die im Rahmen einer Präsentation den Inhalt und die nächsten Schritte des Projektes der Bevölkerung vorstellte.

Pünktlich zum geplanten regionalen Rad-Opening im September dieses Jahres soll der Lobisserplatz das Herz des radtouristischen Angebotes symbolisieren. Der Platz wird einerseits als Rad-Infopoint dienen, andererseits als Rast- und Ruhebereich. Er soll zum Verweilen einladen und sich mit den neuen Attraktionen sowie den bestehenden Infrastrukturen des Ortes beschäftigen und gleichzeitig die Tourismusstrategie des Landes unterstreichen: innehalten, den Tag genießen, Lust am Leben entdecken. Geplant sind hier ein Radabstellsystem, eine Stromtankstelle sowie eine Reparatursäule für Fahrräder. Mit Webcam und WLAN wird das Angebot ergänzt. Erste Maßnahmen werden somit bereits im Sommer 2017 im Gemeindegebiet sichtbar sein. Die Umsetzung aller Teilbereiche ist mit Sommer 2019 projektiert.

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Rad-Kompetenzzentrum geht in die erste Umsetzung

Franz Gerdl/RML GmbH

Foto: Franz Gerdl/RML GmbH

Seit der Präsentation des EU-LEADER Projektes "Rad-Kompetenzzentrum Lavanttal" im April dieses Jahres, arbeitet der Arbeitskreis im Hintergrund fleißig an der Umsetzung des Projektes. Unter der Leitung von Werner Ellersdorfer und fachlich begleitet von der Agentur Weitblick, erfolgt im Moment die Planung für die Adaptierung des Lobisserplatzes, der einerseits als Rad-Infopoint und andererseits als Rast- und Ruhebereich dienen soll. Dabei wird auch für den derzeit stattfindenden Ortskernbelebungsprozess Rücksicht genommen.

Erste bauliche Maßnahmen werden bereits demnächst im Bereich des Erlebnisschwimmbades sichtbar sein. Dort entsteht eine familien- und kinderfreundliche Infrastruktur, die ab dem Frühjahr 2018 in Voll-Betrieb geht und auf jeden Fall viel Spaß verspricht.

Aktuell werden in Kooperation mit dem Regionalmanagement Lavanttal verschiedene Rad-Touren ausgearbeitet. Dabei werden einerseits bestehende Routen in der Region an unsere Marktgemeinde angeschlossen und andererseits neue Erlebnis- und Genusstouren entwickelt, sodass ein breites Touren-Angebot entsteht, welches für Genussradler, Sportler und Familien gleichermaßen attraktiv ist. Um die neue Rad-Infrastruktur und das Tourenangebot bei den Gästen optimal bewerben zu können, wurde zeitgleich mit der Konzeption und Entwicklung der Werbemittel begonnen - digital und in gedruckter Form. Die ersten Werbemittel werden Ende des Jahres vorliegen. Parallel dazu werden die nächsten Wochen genutzt, gemeinsam mit den Beherbergungsbetrieben und Wirten unserer Marktgemeinde, spezielle Angebote für die Gäste zu erarbeiten. Dabei sollen unter anderem radtouristisch relevante Tagesprodukte unter Einbeziehung der regionalen Besonderheiten wie Kulinarik und Kultur entwickelt werden. Die Arbeitsgruppe ist schon sehr auf die Ideen und Vorstellungen unserer Wirtschaftstreibenden gespannt.

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Presseaussendung
Pressefoto
Einladung Präsentation 25.04.2017
Presseaussendung Präsentation am 25.04.2017

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