Switbert Lobisser

LobisserDer Name Switbert Lobisser ist untrennbar mit seiner Kärntner Heimat und mit dem Benediktinerstift St. Paul verbunden. Kaum einer hat ihn so gut beschrieben, wie Alois Mair-Weinberger: "Selten vielleicht war die Synthese zwischen Künstler und Schaffen so schön gegeben, wie bei Switbert Lobisser.

Man muss den Meister gekannt haben: in seiner Kleidung, in seinem Gespräch, seinem Gehaben und in seinem Arbeiten waren die Grundzüge Einfachheit, Natürlichkeit, Echtheit mitunter mit einem Einschlag von 'Derbknochigkeit'.

Und wer sein Atelier kannte, weiß, dass es wahrhaftig kein Salon-Atelier war. Der Arbeitstisch am niedrigen Langfenster eines fast beengten, schmalen Raumes glich eher einer Hobelbank.

Da arbeitete der große Meister in seiner leichten, fast spielenden Art, aber mit der Sicherheit und der Selbstverständlichkeit des Genies, immer wieder als köstliche Würze seine humorvollen, nicht selten saftig-sarkastischen Bemerkungen einfügend, unzertrennlich verbunden mit seiner schlichten Holzpfeife. Und wenn er guter Laune war, warf er gelegentlich eine dicke Mappe auf den Kotzen des niederen Bettes und man durfte in seinem frisch gestalteten Wundern schwellen.
Lobisser war ein Mann der Vielseitigkeit. Er malte in Öl, versuchte sich im Kupferstich, malte eine Reihe reizvoller Aquarelle, es werden über hundert sein, die er am liebsten allen wieder zurückgekauft hätte und griff sogar zu Meißel und Hammer, um Plastiken zu formen.
Seine Hauptschaffensgebiete aber waren das Fresko und der Holzschnitt.
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