Partnergemeinde

Gemeindepartnerschaft mit St. Blasien im Schwarzwald

St. Paul im Lavanttal verbindet mit St. Blasien im Schwarzwald eine schon lange bestehende, historisch begründete Verbindung. Wurde doch unser im Jahre 1782 aufgehobenes Benediktinerkloster mit Mönchen aus dem Schwarzwald, im Jahre 1809, neu besiedelt und wieder belebt.

In der malerischen Landschaft des südlichen Schwarzwaldes hat jede Jahreszeit ihren besonderen Reiz. Von den beliebten Wanderwegen rund um St. Blasien kann man den zauberhaften Blick auf den majestätischen Dom im Talgrund genießen. Beherrschend ragt er über den romantischen Kurort. Das Kolleg, ursprünglich eines der bedeutendsten Benediktinerklöster, beherbergt seit über 50 Jahren die weithin bekannte Schule der St. Blasier Jesuiten.

 

Geschichte von St. Blasien im Schwarzwald

St. Blasien, die wohl bedeutendste und mächtigste ehemalige Benediktinerabtei des Schwarzwaldes, erscheint im Jahre 858 als "cella alba" des Klosters Rheinau erstmals im Licht der Geschichte. Ihre erste Blütezeit erlebte sie im 11. und 12. Jahrhundert, als sie mit Hirsau und Allerheiligen in Schaffhausen zu einem der wichtigsten Reformzentren mönchischen Lebens wurde, dessen Einfluss bis nach Niederösterreich, die Schweiz, das Elsaß und Frankreich reichte.

Im 16. und 17. Jahrhundert erneut erstarkt, gelangte das Kloster vor allem im 18. Jahrhundert mit seiner berühmten Gelehrtenakademie und eigener Druckerei zu geradezu europäischer Geltung.

Ausdruck dieser glänzenden, auch politisch bedeutsamen Stellung war nicht nur der Neubau der gewaltigen Barockanlage 1728-1742, sondern auch die Erhebung der Äbte in den Reichsfürstenstand 1746. Zerstörungen in den Jahren 1322, 1525 und 1768 waren Anlass zu erneutem Aufschwung des ehedem vorderösterreichischen Klosters. Im Zuge der Säkularisation zu Beginn des 19. Jahrhunderts wanderten die Mönche nach St. Paul/Kärnten aus.

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